Dass das Dämmerlicht flüstern kann, wurde mir früh klar…

„Das Flüstern im Dämmerlicht“ von Diana Will

war der erste Kurzroman aus dem Genre Fantasy, den ich gelesen habe, und er hat mich nicht enttäuscht; Im Gegenteil. Ich könnte mir sogar vorstellen, mehr solcher Bücher zu lesen.

Schon der erste Satz hat mich einfach gepackt, er war spannend, interessant – und ich musste direkt grinsen. Auch nachher gehen diese Aspekte nicht verloren, auch wenn die Handlung teils zu schnell wirkt.

Ein Bild aus meinem Feed^^
Ein Bild aus meinem Feed^^

Eigentlich macht Rhea nur ein Praktikum bei einer archäologischen Ausgrabung. Doch als sie nachts im Wald seltsamen Wesen begegnet, die sie versuchen, anzugreifen, entwickelt sich diese Erfahrung zu dem vermutlich größten Abenteuer ihres Lebens: Ihr Mit-Ausgräber Elliot entpuppt sich als Eingeweihter dieser Welt, in die auch sie zu gehören zu scheint. Um herauszufinden, wer sie wirklich ist und ihrer Vergangenheit auf den Grund zu gehen, geht sie einen gefährlichen Pakt mit einem Dämon ein…

Ich mochte die Idee und die Charaktere wirklich sehr gerne, aber manchmal ging es mir einfach ein wenig zu schnell. Ich verstehe ja, dass die Möglichkeiten bei einem Kurzroman begrenzt sind, aber ein bisschen mehr hätte ich mir schon gewünscht.


Spannungsbogen: 4/5

Man wird sehr schnell in das Geschehen hineingerissen und es wird auch durchgehend beim Thema geblieben, es kommt also nicht zu langatmigen Stellen. Allerdings fehlen mir sehr oft die Gedankenbeschreibungen: Wenn ich mehr der Ängste der Figuren kennen würde, könnte ich deutlich besser mitfiebern. Auch durch das hohe Tempo der Geschichte verlieren einzelne Handlungsschritte an Bedeutung.

Idee: 4/5

Die Idee ist wirklich klasse – und ideal für Halloween! – aber in meinen Augen auch etwas „holprig“. Dinge wie Rheas Herkunft oder die Identität ihres Vaters wirken nicht so, als seien sie wirklich klar, sondern als hätte die Idee nicht bis in diese kleinen Details gereicht.

Charaktere: 4/5

Die beiden Protagonisten, Rhea und Elliot sind wirklich absolut liebenswert, doch (wie bereits angesprochen) fehlt es ihnen teilweise an Tiefe und inneren Konflikten: So glaubt Rhea z.B. sofort an die Magie dieser Welt, ohne sie zu hinterfragen. Eine Erklärung, warum das so ist wird allerdings nicht geliefert.

Länge: 3/5

Inzwischen habe ich es oft genug erwähnt: Mir ging es einfach zu schnell. Prinzipiell gesehen ist die Länge des ganzen Buches für einen Kurzroman sehr gut, doch all diese guten Ideen waren dafür einfach zu viel.

Schreibstil: 4/5

An sich gibt es zwar am Schreibstil absolut nichts auszusetzen, doch manchmal fehlt es ihm (zumindest in meinen Augen) einfach an Liebe zum Detail. Eine genauere Beschreibung wichtiger Orte oder mancher Charaktere hätten mir persönlich sehr gefallen.


©Natalie Hof
©Natalie Hof

Meine Meinung:

Ein sehr spannendes Buch mit sehr viel Potential, welches leider nicht ganz ausgeschöpft wurde, driftet hier nur haarscharf an der 4-Sterne-Note vorbei.

⭐️⭐️⭐️


Titel: „Das Flüstern im Dämmerlicht“

Autorin: Diana Will

Verlag: / (Selfpublishing)

Altersempfehlung: Ab 14

So bin ich an dieses Buch gekommen: Rezensionsexemplar der Autorin

2 Kommentare zu „Dass das Dämmerlicht flüstern kann, wurde mir früh klar…

  1. Ich finde das Buch hört sich sehr sehr gut an.Obwohl kurze Bücher eigentlich nicht mein Ding sind will ich das Buch auch lesen ! Wenn es so gut ist wie beschrieben ,kommt es sicher unter die Top10

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