Wo bist du, Stephan?

„Das Brudergeheimnis“ von Emiel de Wild (Rezension)
Als Juri früh morgens geweckt wird und zu seiner Großmutter gebracht wird, denkt er sich nicht allzu viel dabei. Dass sein Bruder Stephan nicht mitkommt schon eher und dass er nicht ans Telefon geht erst recht!
Also beginnt Juri, Briefe zu schreiben, Tag für Tag, Woche fürIMG_9109 Woche, Monat für Monat.
Er zieht um, kommt an eine neue Schule, soll sich eingliedern und neu beginnen.
Niemand redet über Stephan. Niemand sagt ihm, was los ist. Seine Mutter behauptet, sie hätte nur einen Sohn und das Haus steht leer.
Es ist, als hätte es Stephan nie gegeben.
Aber warum? Was ist geschehen, dass sein Bruder so einfach verschwand, keiner es mehr wagt von ihm zu sprechen? Juri möchte Antworten und beginnt, zusammen mit seiner neuen Freundin Lonneke, der ganzen Sache auf den Grund zu gehen. Lange tappt er im Dunkeln, doch auch als er Antworten findet ist ihm das ganze nur mäßig klar: „Was“ weiß er jetzt… aber „warum“?


Spannungsbogen: 3/5
Es geht natürlich eine lange Zeit darum, dass Juri komplett im Dunkeln tappt, weshalb es nicht so ganz in der eigentlichen Story voran geht, dafür gibt es aber interessante Nebenhandlungen und ich denke, dass so lange nicht besonders viel passiert gehört auch einfach zum Buch^^
Idee: 5/5IMG_9113
Ich dachte die meisten Zeit, dass es in eine andere Richtung geht, war allerdings sehr überzeugt von der Auflösung des Endes.
Charaktere: 3/5
Juri und Lonneke sind – jeweils auf ihre eigene Art – recht liebenswürdig, auch wenn sie ihre deutlich Macken haben. Die einzigen, bei denen ich mir ihr Verhalten nicht so ganz erklären konnte, sind Juris Eltern.
Natürlich ist es ausschlaggebend, dass sie ihm die Wahrheit verheimlichen, aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es irgendwelche Eltern gibt, die so reagieren, zumal es ja auch absolut unfair ihren beiden Söhnen gegenüber ist.
Länge: 4/5
Das Buch ist recht kurz und lässt sich auch besonders flüssig lesen, da die meisten Briefe ebenfalls nicht besonders lang sind, trotzdem ist etwa in der Mitte eben kaum etwas passiert, was ich ein wenig schade finde.
Schreibstil: 4/5
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und wechselt oft auch oft zwischen einem typischen Brief und einer Nacherzählung mit wörtlicher Rede, etc. Bei letzterer fehlt es mir ein ganz kleines bisschen an einer Art „Widererkennungswert“.


Meine Meinung:

Mal ein ganz anderer Briefroman, der auch viel von einem Tagebuch hat und von den „typischen“ Kinder- und Jugendbuchthemen abweicht.
⭐️⭐️⭐️⭐️


Titel: „Das Brudergeheimnis“
Autor: Emiel De WildIMG_9106
Verlag: Freies Geistesleben
Altersempfehlung: 11+
So bin an dieses Buch gekommen: Rezensionsexemplar des Verlags
Seiten: 202 Seiten
Preis: 17,90€

 

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