Ein Sommer voller Ereignisse

„Funkensommer“ von Michaela Holzinger (Rezension)

Das Cover sah für mich nach einer einfachen, fröhlichen Geschichte aus und das ist auch mehr oder weniger der Fall, auch wenn es ein paar düstere Elemente gibt.

Hannah ist 16 Jahre alt, arbeitet immer auf dem Bauernhof ihrer Eltern mit und lebt ein Leben, das sie so eigentlich gar nicht leben will.

Ihre Eltern haben kein Verständnis dafür, dass sie mehr Freizeit braucht und streiten sich oft mit ihr.

Ihr Bruder Raphael ist seit seinem Epileptischen Anfall vor einiger Zeit nicht mehr derselbe und kann wegen einer Allergie nicht mehr auf dem Hof mithelfen.

Ihr Freund Finn scheint alles für sie zu tun, doch sie traut sich nicht, ihrer Familie von dieser Beziehung zu erzählen, weil Finn der Sohn von Raphaels Chef ist.

Ihre beste Freundin Jelly hat ebenfalls ein Geheimnis.


Spannungsbogen: 2/5

Ich hatte recht lange das Gefühl, eine Einleitung für das Geschehen zu lesen, die ich auch nicht unbedingt schlecht fand, de aber leider etwa drei Viertel des ganzen Buches eingenommen hat, wenn nicht sogar noch mehr. Zwar hat Hannah einige kleine Probleme, aber es kommt zu keiner wirklichen Handlung, dafür aber zu den typischen Dramen, die ich inzwischen aber schon so oft gelesen habe, dass sie mich einfach nicht mehr abholen.

Idee: 4/5

Die Idee dagegen finde ich sehr gut! Ein Jugendbuch auf dem Bauernhof, das aber trotzdem keine Pferdegeschichte ist habe ich so noch nicht gelesen. Auch die Probleme des Erwachsenwerdens und einige Details fand ich sehr gut gelungen. Gerade die Handlung um Jelly und den Jungfrauenfelsen (ich möchte hier nicht spoilern^^) hätte man aber so viel früher einbauen können, da es in meinen Augen praktisch die einzige Überraschung war.

Charaktere: 2/5

Ich muss leider sagen, dass ich mich mit Hannah absolut nicht identifiziere konnte. Meiner Meinung nach verhält sie sich eher wie eine Zehn- oder Elfjährige, als eine Sechzehnjährige und hat mich oft dazu gebracht, resigniert den Kopf zu schütteln. Sie schien mir zwar freundlich, aber auch sehr naiv und wie eine ziemliche Dramaqueen, obwohl sie anders beschrieben wurde.

Jelly dagegen mochte ich recht gern, auch wenn sie oft etwas unreif rüberkam. Manchmal habe ich ihre Handlungen aber nicht verstanden.

Und bei Raphael muss ich sagen, dass ich ihn zwar theoretisch verstehen kann, er aber praktisch Dinge getan hat, die so nicht vertretbar sind, zumal ihm sehr leicht hätte auffallen können, woher seine Allergie kommt.

Ich konnte das Buch in einem Rutsch durchlesen, da es recht kurz ist. Es war angenehm zu lesen, aber noch viel länger wäre ich vermutlich nicht dabeigeblieben.

Länge: 4/5

Schreibstil: 3/5

Der Schreibstil war schön zu lesen, passte für mich aber eher zu einem Kinder-, als zu einem Jugendbuch.


Meine Meinung:

Es ist tatsächlich das erste Buch aus dem Verlag freies Geistesleben, dass mir nicht „gut“ oder „sehr gut“ gefallen hat. Ich würde es ein nettes Buch zwischendurch nennen, das man (wie ich) auch in einem durchlesen kann.

⭐️⭐️⭐️

 


Titel: Funkensommer

Autorin: Michaela Holzinger

Verlag: Freies Geistesleben

Altersempfehlung: 12+

So bin an dieses Buch gekommen: Rezensionsexemplar des Verlags

Seiten: 252 Seiten

Preis: 15,90€

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