Einfach nur Wow

„Wild – Sie hören dich denken“ von Ella Blix (Rezension)

Dieses Buch in einem Wort? „Wow.“ Einfach nur wow.
Es war wirklich spannend von der ersten Seite an und hat mich in seinen Bann geschlagen.
Es spielt im Waldcamp „Feel Nature“ in dem die vier Jugendlichen Noomi, Ryan, Flix und Olypme aufeinandertreffen.
Flix, Ryan und Olympe sind hier, weil sie Straftaten verschiedenster Art begangen haben und nun eine Art letzte Chance bekommen sollen, in dem sie die Blockhütten renovieren und – abgeschnitten vom Rest der Welt – wieder auf den „richtigen Weg“ finden.
Noomi dagegen wollte her, hat alles genau geplant und einen Diebstahl vorgetäuscht, um in diesem Camp zu landen. Denn nicht weit entfernt glaubt sie, ihre Erinnerungen wiederzufinden. Erinnerungen an den Tag, den sie vor einem Jahr in der Nähe verbracht hat, und die sie nicht in ihrem Kopf findet. Stattdessen hat sie sich seit dem verändert: Ihre Augen sind orange, ihre Fingernägel ausgesprochen hart, ihre Reflexe geschärft – und vor allem hat sie Visionen. Oder Träume, vielmehr, die sie dazu bringen, weiterzusuchen. IMG_0272
Denn irgendeinen Grund muss es doch geben, dass sie damals mitten auf einem Felsen und mit Blut an den Händen zu sich kam – oder?
Doch ihre Nachforschungen geraten bald in den Hintergrund, als die persönlichen Gegenstände der Jugendlichen sowie ihrer Betreuer verschwinden und Lara – die Tochter von einem der besagten Betreuer – verletzt wird.
Außerdem fühlen sie sich beobachtet, obwohl außer ihnen selbst niemand im Wald ist… oder nur sein sollte?


Spannungsbogen: 5/5
Das Buch nimmt schnell an Fahrt auf und vor allem die zweite Hälfte hat mich absolut gefesselt. Ich hatte so unglaubliches Herzrasen, dass es eigentlich gar nicht mehr gesund sein kann. Von der ersten Seite an war ich absolut in den Bann dieses Buches geschlagen und musste mich zwingen, es für solch unnötige Dinge wie Schlaf zur Seite zu legen.
Idee & Logik: 3/5 IMG_0270
Die Idee, wie sie am Ende dargestellt wird, finde ich wirklich genial, auf so etwas muss man erstmal kommen! Hier war es eher so ein bisschen die Logik, die mir ab und zu ein wenig gefehlt hat. Die wissenschaftliche Erklärung hat mich da nicht so ganz überzeugt (was aber nicht allzu schlimm ist, da es ja nicht nur Science, sondern auch Fantasy ist) und auch dass alle es recht normal zu finden schienen, dass Noomi orange Augen hat, hat mich stutzig werden lassen.
Was auch noch ein kleiner Kritikpunkt war, ist dass ich mir irgendwann leider ziemlich sicher war, was genau jetzt los ist und es mich irgendwo gestört hat, dass die Charaktere es selbst aber nicht gecheckt haben. Deshalb gibt es hier „nur“ 3 von 5 Punkten.
Charaktere: 4/5
Ryan ist recht still, wurde in der Schule gemobbt und hat auch mit einiger Trauer zu kämpfen, die der Tod seiner Schwester und Kontrollverlust seiner Mutter mit sich gebracht haben. Er wirkte die ganze Zeit über ein wenig verkorkst, war aber gerade wegen seiner Macken absolut sympathisch und es gab Momente, da wollte ich ihn einfach nur umarmen.
Olypme ist da so ziemlich das Gegenteil: Die Veganerin trägt schrille Sachen, ist selbstbewusst und möchte sich beweisen. Außerdem ist sie ein ziemlich offener und sehr intelligenter Mensch, hat jedoch etwas gegen Leute hat, die sich verstellen und falsch Freundlichkeiten aufsetzten.
Solche, wie Noomi zum Beispiel. Mit ihrem Blackout vor einem Jahr ist sie recht mysteriös, wirkt aber nicht unfreundlich, sondern versteckt ihre Gedanken hinter einem strahlenden Lächeln. Außerdem singt sie gerne laut und ihre Gesten wirken oft zu groß für ihre Worte – eine Eigenheit, die ich sehr cool fand, weil ich das auch mache (wenn auch nicht so stark) und noch nie von einem Charakter gelesen habe, dem es auch so geht.
Als letztes wäre da noch Flix, über den man nicht allzu viel erfährt, da er sich hinter einer Fassade versteckt, um nicht wieder als Loser dazustehen. Er sieht gut aus und wirkt sehr selbstbewusst und findet auch im Laufe des Buches mehr zu sich selbst. Eigentlich heißt er übrigens Felix, aber den Namen lehnt er ab, weil… nun, ich teile da Olypmes Meinung: Dem Hasen.
Ihr merkt wohl, dass mir alle unglaublich sympathisch sind, oder? Keiner von ihnen ist eine Mary Sue, wirkt oberflächlich oder langweilig. Das einzige, was ich mir über sie gewünscht hätte, wären mehr Informationen gewesen. Zwar verraten die Jugendlichen sich untereinander nicht besonders viel über sich selbst, aber da jeder von ihnen mal die Rolle des Erzählers hat, wäre es schön gewesen, noch etwas mehr zu erfahren^^
Atmosphäre: 5/5
Die Atmosphäre in diesem Buch ist einfach nur fantastisch! Das Mysteriöse, das Spannende, der Wald, die Unruhen, … Ich hatte wirklich das Gefühl, hautnah dabei zu sein.
Schreibstil: 5/5 IMG_0269
Der Schreibstil der Autorinnen ist mindestens genau so grandios. Die Seiten flogen nur so dahin, ich bin niemals über ein Wort oder eine Formulierung gestolpert und habe es generell einfach nur genossen, dieses Buch zu lesen.


Meine Meinung:

Herzrasen pur – ich denke, mehr muss ich gar nicht sagen. Übrigens haben wir auf Instagram auch eine Instatour zu dem Buch laufen – seht doch gerne mal vorbei!
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️


Titel: Wild – Sie hören dich denken
Autorin: Ella Blix
Verlag: Arena
Altersempfehlung: 13+
So bin an dieses Buch gekommen: Rezensionsexemplar des Verlags
Seiten: 376 Seiten
Preis: 18,00€

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