Neun Waisen, allein auf der Welt. Einer mehr und der Himmel fällt…

„Insel der Waisen“ von Laurel Synode

Ach ja, sind wir mal ehrlich: Wir lieben sie alle. Die Robinsonade, eine Geschichte die, wie die von Robinson Crusoe, auf einer einsamen Insel spielt und ein unberührtes Fleckchen Natur zeigt.

Aus diesem Genre kommt auch „Insel der Waisen“ aus dem mixtvision-Verlag.

Neun Waisen leben auf einer Insel, werden von einem führerlosen Boot hergebracht und wieder mitgenommen. Woher dieses Boot kommt und wohin es sie bringt, dass weiß keiner.

Klar ist nur, dass noch niemand diese Tradition gebrochen hat.

Niemand, außer Jinny. 

Als ihre Zeit, die Insel zu verlassen, gekommen ist, weigert sie sich und bleibt in ihrem Zuhause. Nach der Ausbildung ihres Mündels Ess kann sie diese einfach nicht allein machen.

Doch die Insel beinnt, sich zu verändert.

War man früher noch so sicher auf ihr und hat alles bekommen, was man zum Leben brauchte, so wird es nun zunehmend gefährlicher und schwerer.

Jinny muss sich entscheiden, ob sie bleibt – und vielleicht alle in Gefahr bring, oder geht – an einen Ort, den niemand kennt und ohne zu wissen, ob sie die anderen so wirklich rettet.


Spannungsbogen: 2/5

Die Geschichte braucht ein wenig, um mit der eigentlichen Handlung loszulegen. Obwohl die Seiten nur so geflogen sind muss ich im Nachhinein sagen, dass es keinen wirklichen Handlungsstrang gab. Die Insel wird zwar gefährlicher, Jinny und die anderen versuchen aber nichts, um etwas herauszufinden. Stattdessen erzählt die Geschichte mehr vom Alltagsleben der Waisen und den kleineren Gefahren, die sie so erleben.

Idee & Logik: 3/5

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich nicht ganz weiß, was ich hier sagen soll. Die Geschichte wird nämlich nicht aufgelöst, soll heißen: Man findet nicht heraus, warum die Waisen auf der Insel sind. Zwar bin ich ein Fan von offenen Enden, aber hier fehlt für mich einfach eine Erklärung. Ich hoffe, dass es einen zweiten teil gibt, in dem das aufgeklärt wird.

Da es aber auch keine unlogischen Handlungen gab und ich es spannend fand, wie Jinny sich entschieden hat, gibt es hier solide drei Punkte

Charaktere: 3/5

Die Charaktere waren interessant und sehr unterschiedlich, außerdem alles andere als „Mary Sues“, was mir sehr gut gefallen hat. Leider waren mir jedoch die meisten auf eine gewisse Weise unsympathisch, was aber auch hin und wieder an Jinnys Art gelegen haben kann, die ich manchmal ziemlich ignorant fand.

Allerdings blieben alle authentisch und Jinnys Entscheidung, auf der Insel zu bleiben, fand ich sehr spannend.

Atmosphäre: 5/5

Die Atmosphäre ist wirklich sehr schön und hat auch irgendwo etwas „exotisches“.

Schreibstil: 5/5

Auch beim Schreibstil gibt es volle Punktzahl, da er für Jüngere geeignet ist, auf mich aber trotzdem nicht direkt „kindlich“ wirkte.


Meine Meinung:

Ein Buch, das komplett anders ist als alles, was ich bisher gelesen hab und mit fesselndem Schreibstil, allerdings mit zu vielen offenen Fragen.

⭐️⭐️⭐️⭐️


Titel: Insel der Waisen

Autorin: Laurel Snyde

Verlag: mixtvision

Altersempfehlung: 10+

So bin an dieses Buch gekommen: Rezensionsexemplar des Verlags

Seiten: 300 Seiten

Preis: 17,00€

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