Abenteuer wider Willen

„WilderReich: Eine schicksalhafte Prüfung“ von Amanda Foody (Rezension)

Klappentext:

Wilde Kreaturen und ungezähmte Magie … 

Barclay hasst Abenteuer. Viel lieber möchte er sein Leben als gewöhnlicher Pilzsammler in Biederford verbringen. 

Bis er eines Tages versehentlich die oberste Regel des Dorfes bricht: Gehe nie zu tief in den Wald, denn dort lauern gefährliche Kreaturen! Prompt wird Barclay von einem solchen Geschöpf angegriffen. Von nun an trägt er ein goldenes Mal auf seiner Haut und besitzt außergewöhnliche Kräfte. 

Jetzt gilt Barclay als Wilderweise – als einer jener Menschen, die ihr Leben den wilden Biestern verschrieben haben und die in Biederford geächtet werden …

(Quelle: Loewe Verlag)


Es ist lange her, dass ich das letzte Mal ein Kinderbuch gelesen habe, entsprechend musste ich mich erst wieder daran gewöhnen. Hinzukam, dass ich generell seit einiger Zeit nichts mehr rezensiert habe und die Buchpost auch etwas überraschend kam.

Jedoch hat mich das deutlich weniger aufgehalten, als ich zuerst gedacht hatte: Die Geschichte beginnt direkt spannend mit einem Ausflug der Hauptfigur: Barclay soll, gemeinsam mit seinem Co-Lehrling des Pilzesammlerns Meister Fungus einen extrem seltsamen Pilz finden. Versessen darauf, keine Probleme zu machen und den Auftrag zu erfüllen wagen sie sich dabei zu nah an den verbotenen Wald – und geraten prompt hinein.

Entgegen aller Hoffnungen begegnen sie einigen jener Kreaturen, wegen denen es den Bewohnern ihres Dorfes nicht gestattet ist, das dunkle Dickicht zu betreten. Eines dieser Wesen befindet sich sogar an Barclay – was dieser absolut nicht leiden kann, denn in seiner Gemeinschaft gelten diese Wilderwesen als verhasst und verachtet.

Dabei hat er doch schon genug Probleme, sich an all die tausend Regel zu halten, die es im Dort für Kinder gibt!


Ich muss zugeben: Am Anfang war mir Barclay wirklich nicht sehr sympathisch. Er verhält sich seinem Mitlehrling gegenüber extrem unfreundlich und bringt auch anderen Charakteren ganz offen Trotz und Abneigung entgegen.

Doch je länger man liest, desto deutlicher wird, dass es sich dabei nur um eine Fassade handelt und er an sich ein guter Kerl ist. Im Laufe der Geschichte wächst er immer mehr über sich hinaus und man lernt die Umstände seines Lebens kennen, die wirklich alles andere als angenehm sind.

Auch einige der anderen Charaktere verhalten sich zu Beginn unsympathisch, entpuppen sich dann aber als sehr nette und freundliche Menschen.

Natürlich trifft das jedoch nicht auf alle zu. Aber selbst diejenigen Charaktere, die einem weiterhin unsympathisch bleiben machen einen sehr durdachten Eindruck und man hat nicht das Gefühl, dass ihr einziger Beitrag zur Geschichte nur schlichte Bosheit ist, wie es in einigen anderen Kinderbüchern leider manchmal der Fall ist.

Besonders gut gefallen hat mir das Worldbuilding: Ein wenig düster, ein wenig verworren und definitiv nicht langweilig. Der Kontrast zwischen der braven, ruhigen dorfgemeinschaft mit all ihren Regeln und dem Düsterwald voller Wilderwaisen und magischen Wesen war sehr interessant zu lesen und hat sowohl die Besonderheit und Individualität der einzelnen Wesen, als auch ihre potetntielle Gefahr untertsrichen.

Von Anfang an war klar: Trotz einiger bekannter Kreaturen, wie zum Beispiel Greifen, hebt sich diese Welt deutlich von anderen ab. 

Amanda Foody schafft es darüber hinaus sehr eindrucksvoll, eine bestimmte Atmosphäre zu erschaffen, die düster und hoffnungsvoll, lustig und emotional zu gleich ist.

Abschließend würde ich dem Buch 4/5 Sternen geben und es für Kinder ab 10 Jahren empfehlen.

Ob ich persönlich den zweiten Band lesen werde kann ich aber leider noch nicht genau sagen, da sich mein eigener Buchgeschmack sehr verändert hat und eigentlich von solchen Büchern inzwischen wegführt. Dennoch war es sehr erfrischend, mal wieder etwas aus einem Genre zu lesen, das ich früher so sehr geliebt habe.


Titel: „WilderReich: Eine schicksalhafte Prüfung“

Autorin: Amanda Foody

Verlag: Loewe-Verlag

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

So bin an dieses Buch gekommen: Rezensionsexemplar des Verlags

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