Autoren sind Maji: Children of Blood and Bone

von Tomi Adeyemi

erzählt auf eine eigene, wundervolle Art die Geschichte von Zelie, einem Mädchen, das in der Welt Orisha lebt. 

Einst waren die Straßen dort voller Maji, Magiern mit unterschiedlichen Kräften: Sie befeehligten über die Elemente, Licht und Schatten, Gedanken und Träume, Heilung und Genesung und – im Falle von Zelies Mutter – Über Leben und Tod.

Als Zeichen ihrer Verbundenheit mit den Göttern wurden sie alle mit strahlend weißem Haar und dunkler Haut geboren, ein Erkennungsmerkmal, welches ihnen früher Respekt und nun Verachtung schenkte. Denn eines Tages versiegte die Magie und der König von Orisha, Saran, vernichtete und tötete die Maji – diese ließen nur ihre Kinder, abfällig genannt „Maden“ zurück. 

Zelie ist eine von ihnen. Als sie auf die Prinzessin ihres Landes, Amari begegnet, verändert dieses zufällige Treffen alles: Auf einmal liegt es an ihr, die Magie zurückzuholen und ihr Land zu retten, um die Maji vor Unterdrückung und Hass zu schützen. Zusammen mit Zelies Bruder Tzain machen die beiden sich auf den Weg, Verfolgt von den Häschern des Königs – und Amaris Bruder Inan, dem Kronprinzen von Orisha.

Ich für meinen Teil muss zugeben, dass es ein Fehler war, dieses Buch erst so spät entdeckt zu haben. Gerade die Themen Rassismus und Unterdrückung werden sehr schön auf den Punkt gebracht, der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und trotz seiner Dicke hat sich das Buch nicht lange gehalten, sondern wurde sofort von mir verschlungen.

Spannungsbogen: 4/5

Ich hatte die ganze Zeit Lust, weiterzulesen, der Einstieg war sehr spannend und auch das Ende war sehr fesselnd. Leider gab es in der Mitte ein paar wenige Momente, in denen die Spannung nachließ. Das lag noch nicht einmal unbedingt daran, dass zu wenig passiert wäre, sondern eher daran, dass zu viel, zu schnell passiert ist, ohne genug Beschreibung, so dass man nicht genug mitfühlen konnte.

Idee: 5/5

Die Idee von Magie, Ritualen und der ganzen Welt an sich waren schon sehr interessant, doch vor allem die Ansprache von Rassistischen Themen, worauf man vor allem im Nachwort aufmerksam gemacht wird, haben dafür gesorgt, dass ich hier fünf von fünf Punkten geben musste.

Charaktere: 3/5

Charaktere machen in meine Augen einen wichtigen Part einer Geschichte aus. Bei drei Hauptfiguren gab es da viel Potential, das in meinen Augen zwar angekratzt, aber nicht ganz ausgeschöpft worden ist.

Zum einen wäre das Zelie, mit welcher ich persönlich mich sehr gut identifizieren konnte. Sie ist eigentlich die geborene Kriegerin, doch manchmal wirkt sie sehr selbstmitleidig. Natürlich ist es nur natürlich, dass ein Mensch (oder Maji) mehrere Facetten hat, doch bei ihr war es wirklich sehr extrem. Da auch nur wenig über die Geschichte der Maji vor der Blutnacht erzählt wird, konnte ich wenig mit ihr mitfühlen. Es wurde nur immerzu der Schrecken der Blutnacht erzählt, ein paar mehr gute Erinnerungen hätten das alles authentischer gemacht.

Dann gab es noch Inan, eigentlich ein wunderbarer Charakter, aber mit sehr starken Stimmungsschwankungen, die ich persönlich leider ab und zu zu anstrengend fand.

Amari hat sich in meinen Augen am stärksten entwickelt, ein sehr wichtiger Punkt für Buchcharaktere. Zu Anfang war sie noch die schwache Prinzessin, zum Ende… nun, lasst euch überraschen 😉 Nur der Seitenwechsel von ihrem Vater zu den Maji war zu abrupt. Zwar ist eine Erleuchtung angesichts der Situation, die sie erlebt hat, auch nicht verwunderlich, doch ich hätte mir gewünscht, dass sie öfter darüber nachdenkt, dass für all dieses Grausame ihre Familie verantwortlich ist. Generell hatte sie gegen Ende etwas zu wenig Showtime, finde ich.

Trotzdem muss man noch einmal bemerken, dass die Charaktere sich sehr gut ergänzt haben und ich jede Sicht gerne gelesen habe.^^

Länge: 4/5

Das Buch ist sehr dick, allerdings war das in diesem Fall nichts Negatives. Den Punktabzug gab es vielmehr, weil die Zeit nicht gleichmäßig verteilt war: Lieber hätte ich ein paar Szenen rausgelassen, dafür manch andere besser beschrieben. Trotzdem war ich alles in allem sehr zufrieden mit der Länge.

Schreibstil: 4/5

Der Schreibstil war sehr angenehm und leicht zu lesen. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass er sich immer ein wenig verändert, je nach dem, was aus welcher Sicht erzählt wurde.


©Fischer-Verlag
©Fischer-Verlag

Meine Meinung:

Das Buch war sehr spannend und herzlich, mit einer tollen Botschaft und einem grandiosen Ende. Ich hoffe sehr, dass der nächste Teil bald übersetzt wird! An dieser Stelle gibt es von mir vier von fünf möglichen Sternen.

⭐️⭐️⭐️⭐️ 

Das Cover zählt zu meinen absoluten Lieblingen!^^

Titel: „Children of Blood and Bone – Goldener Zorn“

Autorin: Tomi Adeyemi

Verlag: Fischer-Verlag

Altersempfehlung: Ab 13

So bin ich zu diesem Buch gekommen: Selbstgekauft

2 Kommentare zu „Autoren sind Maji: Children of Blood and Bone

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